Franziskusweg

Liebe Gäste!

Morgen geht`s los! Wir sind mit dem Bus 14 Tage auf dem Franziskusweg in Italien unterwegs. Die Tour ist in zwei Teile geteilt. Der erste Teil führt uns von Florenz nach Assisi, der zweite Teil geht von Assisi bis Rom.  Ich werde euch zwischendurch in meinem Blog informieren, was so los ist am Franziskusweg. Bis dann!

Es ist 5 Uhr morgens, wir fahren über Hartberg, Graz, Villach nach Arnoldstein, wo wir eine Frühstückspause einlegen und  zugleich unsere letzten Gäste zusteigen. Durch das Kanaltal, vorbei an Venedig, Padua und Bologna fahren wir über den Appenin nach Florenz, wo wir dank gutem Reisewetter und flüssigem Verkehr ziemlich pünktlich eintreffen. Nachdem uns die Einfahrtsgenehmigung um einige Hundert Euro erleichtert hat, treffen wir am vereinbarten Punkt unseren Stadtführer sowie die restlichen Teilnehmer, welche schon früher mit dem Flugzeug angereist sind. Nun ist  unsere internationale Gruppe bestehend aus Österreichern, Südtirolern, einer Schweizerin und Teilnehmer aus Bayern, vollzählig.

Hier in Florenz beginnt unser Franziskusweg, denn in der Kirche Santa Croce werden Reliquien von Franz von Assisi aufbewahrt.

Florenz ist mit ca. 400 000 Einwohner die größte toskanische Stadt und war im Mittelalter eine der reichsten Städte als Zentrum des europäischen Handelswesens. Ebenso gilt Florenz als Wiege der Renaissance. Durch die mächtige Familiendynastie der Medici war Florenz eine der florierendsten Metropolen Europas - viele Künstler und Geistliche waren in Florenz tätig - Michelangelo, Galileo Galilei oder Leonardo Da Vinci, um die wichtigsten zu nennen.

Unsere Pilgergruppe unternimmt nun eine Stadtführung und besichtigt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt,

Danach geht`s mit dem Bus in unser Hotel, was angesichts der zahlreichen Baustellen und Umleitungen in der City ein schwieriges Unterfangen darstellt, sodaß wir nach einigen kleinen und größeren Problemen spät ins Hotel kommen, was sich aber als das Falsche herausstellt. Mit weiterer Verspätung finden wir aber doch das Richtige, wo  nach dem Check In und dem Abendessen ein langer, anstrengender und ereignisreicher erster Tag sein Ende findet.

Tag 2:

Wir verlassen Firenze und fahren in südliche Richtung  in die Berge nach La Verna. Touristische Busse sind in diesem Bergdorf wohl nicht auf der Tagesordnung, sodass uns ein freundlicher Carabinieri gleich einen Platz zuweist , an dem die Gruppe aus dem Bus steigen kann. Der "schöne" Carabinieri, wie in unsere österreichische Reiseleiterin bezeichnet, gewährt uns dann noch " cinque minuti" zum Parken für den Bus. Grazie!. Nun aber geht`s  mit der ersten Wanderung los. Vom Dorf hinauf auf den "heiligen Berg" zum Kloster La Verna. Für Franziskus war dieser Ort ein Besonderer, in diesem Kloster empfing er die Stigmata (Wundmale Christi). Die Gruppe besichtigt das Kloster um nach der Mittagspause die Wanderung hinunter ins Tal nach Pieve San Stefano fortzusetzen.

Mit dem Bus fahren wir wieder hinauf zum Kloster La Verna, dass auf 1100 m Seehöhe umringt von Buchenwäldern eine besondere Atmospähre besitzt. Nach dem Einchecken gibt`s , wie immer, ein ausreichendes und geschmackvoll zubereitetes Abendessen, bevor sich die Pilger in ihre sehr einfachen Zimmern zur Nachtruhe begeben.

Tag 3:

Das Frühstück in La Verna ist knapp und kurz, und wir fahren frühzeitig ab hinunter ins Tibertal in  Richtung Sansepolcro, wo unsere umbrische Reiseleiterin Morena auf uns wartet. Wir wollen nach Montagna, wo die Wanderung aufbrechen soll. Allerdings machen uns zwei Brücken einen Strich durch die Rechnung, welche wir mit dem Bus einerseits nur mit Schwierigkeiten und andererseits gar nicht bewältigen können. So startet die Wanderung ein bißchen früher  und führt die Gruppe über Montagna zur Einsiedelei Montecasale, wo Franz v. A., Antonius und Bonaventure eine Zeit lang lebten. Der Bus bringt die Pilger zurück nach Sansepolcro, dort gibt es die Möglichkeit, sich Mittagessen zu besorgen und einen Cafe zu trinken. Es bleibt noch Zeit, die Stadt  mit ihren Sehenswürdigkeiten, der Kathedrale und den Stadtpalästen zu besichtigen. Der Bus bringt die Gruppe nach Laterina, Nähe Arezzo, wo wir in einem sehr schönen Hotel die Nacht verbringen.

Tag 4:

Vom Toskanischen wieder zurück ins Umbrische fahren wir heute nach Pietrolungo. Bevor die Wanderung startet , versorget sich die Gruppe noch mit Eßbarem für die Mittagsrast und dann beginnt die Wanderung vorbei an der Chiese Loreto nach Mocaiana - unweit von Gubbio. Diese Wanderung führt entlang des italienischen Fernwanderweges 1 im Naturschutzpark um den Monte Cucco. Der Bus holt am Nachmittag die Gruppe ab und bringt sie in den 6 km entfernten Ort Gubbio ins Hotel.

Tag 5:

Bis jetzt hatten wir ausgezeichnetes Wetter, heute ist es regnerisch. Daher beschließt die Gruppe ein Planänderung. Ein bißchen mehr Zeit zum Ausschlafen, ein bißchen mehr Zeit fürs Frühstück, das gefällt allen sehr gut. Am Vormittag steht ein Spaziergang durch Gubbio am Programm.

Gubbio ist eine der schönsten mittelalterlichen Städte in Umbrien, liegt auf gut 500 m Seehöhe und hat eine Einwohnerzahl von etwa 17 000.

Die Stadt ist auf einer extremen Hanglage errichtet und hat eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, u.a. Piazza Grande, Dom, Palazzo dei Consoli.

Zu Mittag geht`s mit dem Bus auf den Hausberg, den Monte Ingino, wo wir in einem  Restaurant ausschließlich umbrische Spezialitäten, wie Eierspeise mit Tartufi,Lammleber, uvm. verkosten. Danach Besichtigung der Basilica di Sant`Ubaldo mit anschließender Wanderung hinunter nach Gubbio zurück.

 6. Tag

Wir verlassen bei strömenden Regen Gubbio. Wir fahren hinunter nach Valfabbrica, wo sich die Gruppe mit Brötchen für die Mittagsrast eindeckt.

Der Regen ist mittlerweile etwas schwächer geworden, allerdings sind die Aussichten, dass es trocken wird, nicht sehr gut. Am Nachmittag wird die Pilgergruppe in Assisi eintreffen, und einen ersten Eindruck der Stadt erleben. Der Bus fährt unterdessen bereits nach Assisi in unser nächstes Hotel, und checkt dort ein, die Gruppe ist erst am Abend in Assisi abzuholen.

 Das Hotel liegt etwas außerhalb der Stadt mit modernen Ambiente, wir werden zwei Nächte hier verbringen, bevor  die Gruppe am 8. Tag die Heimreise antritt.

 Der 1. Teil geht somit dem Ende zu und der 2. Teil beginnt morgen mit der Ankunft der neuen Pilger, die den 2. Teil in Assisi beginnen und nach Rom pilgern.

 Assisi: Assisi ist eine Stadt mit 28 000 Einwohner, sie liegt in Umbrien nahe der Provinzhauptstadt Perugia. Hier wurde Franz von Assisi 1181/82 geboren.

Franz von Assisi war der Begründer des Franziskanerordens und auch Gründer des Ordens der Hl. Klara (Klarissenorden). Zur Stadt gehört auch der Teil Santa Maria degli Angeli  mit der Portiuncula Kapelle, in der Franz v. A. starb. Die Kapelle wird von der Basilica Santa Maria degli Angeli umgeben, der siebtgrößten Kirche der Welt.

 Tag 7:

Bus und Fahrer haben heute einen freien Tag. Die Gruppe ist zu Fuß in Assisi bzw. in Santa Maria degli Angeli unterwegs, vormittags im Rahmen einer Führung, nachmittag hat jeder Zeit, sich selbst frei in Assisi zu bewegen. Nach dem ungemütlichen Wetter mit starkem Wind gestern, zeigt sich heute ein sonniger Tag. Auch die nächsten 3 Tage soll schönes, warmer Wetter vorherrschen.

 Heute noch der letzte Abend im Hotel, morgen wird die Gruppe frühzeitig über Firenze weiter nach Österreich zurückreisen. Wir wünschen eine angenehme Heimreise!

 

Gubbio

Lieblingsplatz unserer

Reiseleiterin

Gubbio

Gubbio

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf unserer Reise kommt auch

der Genuß nicht zu kurz

Basilica di San Francesco

Teil 2  Assisi - Rom

Tag 8: Die neue Gruppe ist angekommen, wir (Reiseleiterin und Ich) ziehen in unser Stammhotel in Assisi um, und wir begrüßen die neue Gruppe. Am Vormittag steht die Besichtigung von Assisi am Programm und zu Mittag geht`s zu Fuß über den Monte Subasio hinunter nach Spello. Eine der schwierigeren Etappen, da der Subasio von steilerem Gelände geprägt ist. In Spello wartet der Bus auf die Gruppe und bringt sie wieder nach Assisi ins Hotel zurück.

Tag 9: Wir fahren weiter Richtung Süden nach Spoleto. Mit dem Bus eine steile Straße entlang auf den Monteluco, von wo die Gruppe hinunter in die Stadt wandert und anschließend die Altadt (centro storico) besichtigt. Spoleto ist eine Stadt mit 38 000 Einwohner, und somit eine der größten Gemeinden Umbriens. Sehr sehenswert sind der Dom Santa Maria Assunta, die Kirche San Pietro und das römische Theater. Im Dom liegt auch Simon von Collazzone, eine Gefährte Franziskus` begraben.

Wir beziehen unser Hotel im Stadtzentrum und genießen ein wunderbares Abendessen mit umbrischen Köstlichkeiten.

Tag 10: Wir verlassen Spoleto und fahren Richtung Rietital. In dieser Gegend war Franz v.A. sehr aktiv und hat auch viele Spuren hinterlassen.

Unser erster Programmpunkt führt uns nach Greccio. Hier hat Franz v. A. der Legende nach im Jahr 1223 das erste Mal das Weihnachtsevanelium in Form einer lebenden Krippe darstellen lassen. Die Gruppe besichtigt das Kloster und wandert danach hinunter nach Contigliano, wo der Bus wieder wartet.

Nächster Punkt ist die Einsiedelei Fonte Colombo, wo sich Franz v. A. ebenfalls aufgehalten hat. Nun fahren wir nach Rieti, wo wir unser altbekanntes Hotel beziehen. Wir wissen, hier gibt es wieder allerlei Leckeres zum Abendessen.

Die Stadt Rieti liegt schon in der Region Latium und ist mit seinen 47 000 Einwohner auch Provinzhauptstadt. Der Name leitet sich, der Legende nach, auf Rhea Silvia, der Mutter von Romulus und Remus ab.

Tag 11: Mit dem Bus geht`s auf die andere Seite des Berges im Rietital nach Poggio Bustone. Wiederum eine steile Bergstraße hinauf fahren wir mit dem Bus bis zum Convento San Giacomo. Von dort geht`s zu Fuß auf einer Anhöhe mit wunderschönen Ausblick auf das Rietital nach Cantalice, und nach der Mittagspause weiter zum Kloster La Foresta.

Tag 12: Das Ziel des Franziskusweges - Rom - ist in Sicht. Von Rieti nach Rom sind`s noch 80 km. Wir kommen ohne verkehrstechnischer Probleme gut voran und sind am späten Vormittag bereits in Rom bei der Basilica di San Giovianni in Laterano, von wo die Besichtigung Roms beginnt. Zu Fuß geht`s nun an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie Colloseum, Forum Romano, Trevi Brunnen, Spanische Treppe, Piazza Navona zum Piazza del Popolo und weiter in den Vatikan zur Peterskirche. Am späten Nachmittag mit dem Bus ins Hotel an der Via Flaminia.

Tag 13: Nach dem Frühstück fahren wir wieder ins Zentrum, wo die Gruppe auf eigene Faust die Stadt erkunden kann, bevor wir nach der Mittagszeit mit dem Bus Rom verlassen und Richtung Norden fahren. Bei einem Zwischenstopp in Orvieto, wo noch einmal unsere umbrische Reiseleiterin eine Besichtigung der Stadt vornimmt, fahren wir noch ein Stück Richtung Norden, wo wir in einem Hotel in Fabro eine Nacht verbringen werden.

Tag 14: Sehr früh sind wir auf den Beinen haben eine lange Fahrt über  Firenze, Bologna, Padua, weiter durch Veneto, vorbei an Udine nach Österreich vor uns, wo wir gegen abend müde, aber voll von neuen Eindrücken, neuen Landschaften, mit neuen Bekanntschaften, einem weiteren Kennenlernen der italienschen Kultur, des italienischen Essens, einer südländischen Lebensweise uvm. die Reise beenden.

Wanderung Valfabbrica - Assisi